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Karin Medina Karin Medina

Tätigkeit: Diplom Informatikerin

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Chance Deutschland: Von Peru, über Spanien und die USA nach Deutschland
Über das Praktikum in den deutschen Arbeitsmarkt

Bist du neu in Deutschland? Ich bin es und davon möchte ich euch gerne berichten. Ich komme aus Peru, wo es immer schön warm ist, wo mir das Essen schmeckt und wo meine Familie und Freunde leben. Trotzdem zog es mich in die Ferne und nach zahlreichen Stationen landetet ich schließlich in Deutschland - der Liebe wegen.....

Ich bin eine Immigrantin. Aber was bedeutet Immigration? Soweit ich mich erinnere, kommt das Wort aus dem Lateinischen und stammt von Migration. Migration  heißt „Wandern“. Also bin ich eine Wanderin.


Warst du schon einmal auf Wanderschaft?

Weißt du was Wandern bedeutet? Man verlässt einen Ort, um zu einem neuen Ort zu gelangen. Der Alte Ort ist das Vertraute, Bekannte. Man ist sicher dort, kennt die Menschen und verstehet Sie. „Heimat“ sagt man so schön auf deutsch. Dies klingt für viele aber auch nach Langweile, Routine und Enge. Der neue Ort ist das Unbekannte und es ist voll von Überraschungen: Man ist unsicher dort, die Menschen sind anders, und oft versteht man sie nicht.„Fremde“, sagt man so schön auf deutsch.Das klingt für viele aber auch nach Abenteuer, Abwechslung und Weite. Aber ich möchte nicht zu poetisch sein...


Wer ich bin


Ganz prosaisch also: Mein Name ist Karin. Ich bin Peruanerin und lebe seit nicht so langer Zeit in Deutschland. Immigrantin also und bin ich 20 + x Jahre alt. Wie soll ich meine Geschichte in ein paar Zeilen beschreiben? Schon immer faszinierte mich die Ferne, obwohl ich meine Heimat Peru liebe, so dass ich schon als Schülerin und Studentin nach Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador reiste.  Natürlich war dies für mich ein „Heimspiel“ in ganz Lateinamerika zu reisen, weil man dort Spanisch versteht -die Muttersprache Perus.  Ich studierte Informatik bis zum Diplom und irgendwie wurde mir meine geliebte Heimat zu eng: Keine Möglichkeiten für angemessene Arbeit, Armut und eine Regierung, die mehr für die Agrarwirtschaft als für das Internet und Technologie investieren wollte.Also wagte ich den Sprung nach Spanien. Wahrscheinlich sagst du:  „Klar, dort spricht man  Spanisch und es ist nicht schwierig dort zu sein, wenn man die gleiche Sprache spricht“. Du hast recht. Der Wechsel ist nicht schwierig, denn es gibt fast keine Missverständnisse, aber man ist neu dort.

Und dann... dann reiste ich in die USA.


Die vereinigten Staaten von Amerkia

Für mich ein Traum! Jeder bekommt hier eine Chance, egal woher er kommt und welche formalen Qualifikationen er hat.Ich hatte Glück. Der Manager einer Firma von 300 Mitarbeitern gab mir einen Job... Nein! Er gab mir eine Chance. Er sagte typisch USA „„Dein Herkunftsland, deine Zeugnisse interessieren mich nicht. ... Zeig mir 3 Monate was du kannst, und nutze deine Chance. Und genau dies tat ich.

Ich arbeitete bis Juni 2003 als Assistentin des Geschäftsführers, zunächst befristet, dann nutzte ich die Chance unbefristet.

Aber wie bin ich in den USA gelandet? Was musste ich dafür machen?Ich musste mich für ein Stipendium in der Universität bei einem Austauschungsprogramm in Perú melden und die Prüfungen bestehen, damit ich dieses Stipendium bekommen konnte. Die Universität beantragte alles für mein Visum und so weiter. Das heißt die Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis.In den USA musste ich mich vielfach bewerben (bestimmt 100 mal!), am Anfang hatte ich viel Erfahrung nur mit Interviews gesammelt, dann kam die Arbeit in der Firma.


Wohin ging es anschließend?


Dann ging ich nach Deutschland. ...aus Liebe. das alte Lied! Man kennt das ja. Meinen Mann hatte ich übrigens vor 5 Jahre in Spanien kennengelernt. Mann? Ja richtig, seit einem Jahr sind wir verheiratet. Manchmal denke ich, ich bin ein Idiot. Hier in Deutschland musste ich von Null anfangen, z.B. musste ich die Sprache lernen, die 3 wichtige Regel und 5000 Ausnahme hat. Toll ja? Deutsch ist schwierig. hier sagt man : Ich bin gefahren. Aber : Ich habe das Auto gefahren. Klar : Intransitive Verben sind Verben, die kein Akkusativ-Objekt tragen und Transitiven Verben bilden das Partizip mit „Sein“. Verstehst du das? Ich ehrlich gesagt nicht!  Aber bitte versteht mich nicht falsch: Ich bin glücklich hier, trotz der intransitiven Verben. Denn : Ich bin eine Wanderin, meine Heimat trage ich immer in mir und die Ferne habe ich gesucht, gewagt, entdeckt und gewonnen. Versteht mich nicht falsch : Ich bin zufrieden hier, trotz des kalten Winters. Denn: Ich bin eine Einwanderin. Die Wärme trage ich in mir und das Unbekannte zog mich an.Ich bin zufrieden, trotz des fettigen Essens.... Manchmal schmeckt das gut, .... aber nur manchmal. Noch weiß ich nicht ganz genau, ob ich für immer hier bleibe. Manchmal an Tagen, wo ich mich hier „gemütlich und wohl fühle", denke ich: Ja, ich bleibe hier

.

Aber wer weiß was am Ende kommt.... vielleicht noch einmal wandern? . 

Jetzt mache ich ein Praktikum hier im Deutschland und ich weiß, das alles scheint schwierig zu sein und es ist auch schwierig, aber nicht unmöglich. Man muss viel suchen, damit man eine Sache finden kann, so dass ich  die Arbeit im Internet, in der Zeitung und über Kontakte gesucht habe. Dann habe ich ein paar Interviews (Vorstellungsgespräche) gehabt, aber leider ohne großem Erfolg. Danach dachte ich, dass es besser wäre, wenn ich parallel Deutsch und auch den deutschen Arbeitsmarktt kennen lernen kann. So habe ich mich schließlich für ein Praktikum beworben.

Um hier arbeiten zu dürfen, musste ich viele Papiere bei Arbeitsamt beantragen und ausfüllen, damit ich eine  Arbeitserlaubnis erhielt. Schlußendlich aber hat es geklappt.

Dieses Projekt wird gefördert von:

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Erstelldatum des Artikels: 14.07.2005, letzte Aktualisierung am: 30.11.2010

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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