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Innenarchitekt / Innenarchitektin: Ausbildung und Berufsalltag (Innenarchitekturbüro Slomski Heppenheim)

Kreative Berufe stehen in eurer Liste der Traumberufe ganz oben an. Als nächsten Beruf in dieser Sparte stelle ich euch jetzt den Beruf des/der Innenarchitekten/Innenarchitektin vor.


Hier ein Beispiel meines Berufsalltags:

Um 7 Uhr in der Früh ist Arbeitsbeginn im Büro. Meine 2 Mitarbeiter sind zu dieser Zeit noch nicht unbedingt anzutreffen. Ich, als Chefin,  habe aber früh morgens und auch spät abends (nach 18, 19 Uhr), wenn mich kein Telefon belästigt, die kreativste Phase.     Deswegen bereite ich auch zu diesen Zeiten ganz speziell meine Projekte vor. Im Klartext bedeutet das, dass ich mich unter anderem in Ruhe an mein Zeichenbrett setzen und Hauptentwürfe machen kann. Oder ich überlege mir zu den gemachten Projektnotizen, wie ich es am besten umsetzen kann.

Zurzeit bearbeitet mein Büro 3 Projekte im In- und Ausland:

Ich bin zwar Vorgesetzte meiner zwei Mitarbeiter, aber die anfallenden Arbeiten können am besten partnerschaftlich im Team erledigt werden und so muß bei Bedarf jeder alles machen können. Auch ich! Nach meiner morgendlichen kreativen Phase, erledige ich die üblichen Arbeiten, die eben so anfallen, wenn man selbstständig ist. Genauer gesagt sind es Bürotätigkeiten, wie die Erledigung der Korrespondenz, die ich zu erledigen habe, was mich jeden Tag so ungefähr ein bis zwei Stunden, teilweise auch mehr, an Zeit kostet.

Damit überhaupt Bauvorhaben realisiert werden können, liegt es neben der guten Ausführungsplanung auch bei mir dafür zu sorgen, dass sie auch korrekt ausgeschrieben werden. Wenn das erledigt ist, ist auch schon der Morgen vorüber und ich kann mich anderen Dingen widmen.

Neben den schon erwähnten Tätigkeiten, gibt es im normalen Alltag und während des Projektablaufs noch weitere überaus wichtige Arbeiten, die angegangen werden müssen, um das Projekt erfolgreich fortführen und beenden zu können.

Dazu gehört natürlich auch die Erstellung des Hauptentwurfs per EDV, der bei mir nur bei Projekten ab einer bestimmten Größe mit Computer-Hilfe gemacht wird. Besonders will ich hier das Wellness-Projekt hervorheben, das durch die computergestützte Zeichnung wesentlich effektiver bearbeitet werden konnte. Kleinere Bauvorhaben entwerfe ich hingegen ausschließlich am Zeichenbrett. Ich finde das kreativer, da man bei ausreichender Erfahrung per Hand automatisch das Richtige macht. Am Computer muss man sich zusätzlich auf die CAD-Anwendungsbefehle konzentrieren, was den Zeichenfluss und die Kreativität erheblich stört.

Zu meinen Pflichten gehört es natürlich auch - nachdem die anderen Arbeiten erledigt sind, die in der Bauphase befindlichen Projekte selbst zu begutachten – das nennt man „Bauleitung“. Dazu fahre ich gelegentlich so zwischen 17 und 18 Uhr - manchmal auch später - zu den Bauherren und Handwerkern und sehe mir die Fortschritte an.

Ihr seht, ich habe einen ausgefüllten Tag, der meistens 10 Stunden hat. Aber als jemand, der seinen Beruf liebt und sein eigenes Geschäft hat, ist das denke ich normal und außerdem macht es mir Spaß.

 


Quelle: http://www.boyng.de/4935