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Erzieher / Erzieherin: Ausbildung und Berufsalltag (Päd. Akademie Elisabethenstift gGmbH Darmstadt)
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Du magst Kinder? Dir liegt die Erziehung anderer am Herzen? Und du übernimmst gerne Verantwortung? Vielleicht ist die Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin dann genau das, was du suchst. Erzieher/ Erzieherinnen haben viele zwischenmenschliche Kontakte. Nicht nur zu Kindern, sondern auch zu Eltern, Behinderten... also ein breites Spektrum. Sie üben pädagogische Tätigkeiten aus.
Exemplarischer Tagesablauf einer Auszubildenden zur Erzieherin
Ich bin 19 Jahre alt und besuche derzeit die Fachschule für Sozialpädagogik am Elisabethenstift Darmstadt, da mein Berufswunsch Erzieherin ist. Ich bin derzeit im zweiten Ausbildungsjahr, was bedeutet, dass ich sehr viel Praktika habe, wodurch die Ausbildung sehr praxisnah ist. Das ist auch gerade das was den Spaß an der Ausbildung mit ausmacht.
Ich bin in einem Kindergarten tätig. Ich komme um 7.30 Uhr an und helfe den anderen Erzieherinnen das Gruppenzimmer zu richten, also die Stühle von den Tischen zu nehmen, die Schränke mit den Bastelsachen aufzuschließen, trockenes Geschirr vom Vortag in den Schrank zu räumen.
Ab 7.45 Uhr können die ersten Kinder zu uns kommen. Je nachdem, wie die Eltern der Kinder arbeiten, werden die Kinder zwischen 7.45 Uhr und 8.30 Uhr bei uns abgeliefert. Wir begrüßen die Kinder am Eingang, helfen ihnen ihre Jacken und Schuhe auszuziehen und in ihre Hausschuhe zu schlüpfen.
Bis 9.00 Uhr haben bei uns die Kinder Zeit, das zu machen, worauf sie Lust haben. Manche Kinder wollen z.B. Brettspiele spielen andere machen ein Puzzle, manchmal wollen die Kinder auch ein Buch vorgelesen bekommen oder sie spielen miteinander mit Puppen, Autos oder Bauklötzchen.
Die Betreuung der Kinder beinhaltet viele verschiedene Aufgaben
Ich kümmere mich heute um eine Gruppe Kinder, die mit mir ein Puzzle machen will. Gemeinsam suchen wir uns aus unserem Puzzleschrank ein Motiv aus. Wir setzen uns an einen der Tische. Ich lasse die Kinder die Aufgabe selbst lösen und komme ihnen immer dann zur Hilfe, wenn sie nicht weiter wissen. Hier ist es wichtig, dass die Kinder Selbstständigkeit lernen.
Nach einer halben Stunde haben wir das Motiv fertig zusammen gelegt. Stolz präsentieren mir die Kinder das fertige Ergebnis. Ich lobe sie für ihre Leistung.
Plötzlich höre ich hinter mir Geschrei. Zwei kleine Jungen rangeln miteinander und beschimpfen sich gegenseitig. Schnell gehe ich dazwischen. Es stellt sich heraus, dass der eine dem anderen das Spielzeug weggenommen hat. Ich erkläre dem Jungen, der das Spielzeug weggenommen hat, wieso man so etwas nicht macht und dass er sich entschuldigen soll. Wiederwillig gibt er nach. Einige Zeit später sehe ich die beiden fröhlich miteinander spielen.
Ein Mädchen kommt zu mir und fragt mich, ob sie etwas malen darf. Ich hole für sie Papier und Stifte und setze mich zu ihr. Da sie nicht weiß, was sie malen soll, mache ich ihr einen Vorschlag. Begeistert fängt sie an, sich an ihr Werk zu machen.
Inzwischen ist es schon 8.45 Uhr. Um 9.00 Uhr gibt es bei uns den s.g. „Esskreis“. Hier nehmen wir gemeinsam mit den Kindern eine Zwischenmahlzeit ein. Ich bereite das Essen vor. Ein paar Kinder helfen meiner Kollegin den Tisch zu decken.
Bevor wir gemeinsam essen, sollen die Kinder sich die Hände waschen. Darauf achten wir, die Kinder sollen schließlich lernen Hygiene einzuhalten. Nach dem Essen decken wir den Tisch wieder gemeinsam ab. Während die Kinder sich wieder daran machen zu spielen, spüle ich das Geschirr ab.
Um 10 Uhr machen wir einen Stuhlkreis mit allen Kindern zusammen. Hier singen und spielen wir gemeinsam.
Die Kinder werden um 12.15 Uhr zum Mittagessen abgeholt. Nach der Pause um 13.30 Uhr haben wir Vorbereitungszeit. Wir besprechen, was wir mit den Kindern machen wollen oder die Dienstzeiten werden eingetragen. Außerdem muss der Materialraum aufgeräumt werden und es muss nachgeschaut werden, welche Bastelmaterialien nachgefüllt werden müssen. Ich mache mich an diese Aufgabe.
Die Kinder kommen um 14 Uhr wieder. Wir gehen jeden Tag raus, egal bei welcher Witterung. Nachdem ich mit dem Aufräumen des Materialraumes fertig bin, geselle ich mich zu der Gruppe nach draußen.
Hinter unserem Kindergarten ist ein kleiner Spielplatz. Hier können die Kinder schaukeln, wippen oder im Sandkasten spielen. Wir Erzieherinnen achten darauf, dass sich die Kinder nicht verletzen oder andere gefährliche Dinge tun.
Eines der Kinder fällt plötzlich hin. Es hat eine Schürfwunde am Knie. Ich helfe ihm auf und bringe es rein, um seine Wunde zu versorgen. Zum Glück ist es nur eine leichte Schramme, so dass das Kind gleich nachdem ich die Wunde gesäubert und verbunden habe, wieder nach draußen zu den anderen Kinder gehen kann.
Der Rest des Nachmittags vergeht ohne weitere Zwischenfälle. Um 16.30 Uhr werden die Kinder abgeholt. Ich bleibe noch bis 17 Uhr, räume noch Spielzeug zusammen und stelle die Stühle auf die Tische. Danach mache ich mich auf den Weg nach Hause.
Morgen hat eines der Kinder Geburtstag, da wird es einen Kuchen geben und das Geburtstagskind darf sich wünschen, was gespielt wird. Das wird sicher ein schöner Tag.
Text von mmk (Red.)
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Erstelldatum des Artikels: 30.10.2008, letzte Aktualisierung am: 01.09.2010
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