Zuletzt aktualisiert: 27.08.2010 | Druckansicht | http://www.boyng.de/1655
Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste / Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (Information-Broker): Ausbildung und Berufsalltag (DIPF Frankfurt)
Der Jobreport - Mit Jobinterview und JOEYJobtest
Lotse im Informationsdschungel - Der Beruf des / der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (kurz: FaMI) der Fachrichtung Information und Dokumentation ist einer der neuen Berufe des Informationszeitalters. Wenn du Interesse an neuen Medien (also Computer und Internet) und wenn du gerne nach Informationen stöberst (recherchierst), könnte dieser Beruf etwas für dich sein!
Wie ein exemplarischer Tagesablauf eines / einer Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Information und Dokumentation – aussieht, schildert Azubi Florian Dolvig, 19 Jahre:
Als Auszubildender zum FaMI lernt man alle Abteilungen der Forschungsbibliothek des DIPF in Frankfurt am Main kennen: Erwerbung, Katalogisierung, Ausleihe, Zeitschriftenabteilung. Diesen Monat bin ich dafür zuständig, Zeitungsartikel zu dokumentieren. Das heißt:
Um 8 Uhr morgens bekomme ich von Kollegen die Tageszeitungen vom Vortag und / oder die Wochenzeitungen von voriger Woche. Meine Aufgabe besteht zunächst darin, alle für unser Institut wichtigen Artikel zu markieren und auszuschneiden. Das sind Artikel, die sich mit dem übergeordneten Thema „Bildung“ befassen. Dies nimmt einen guten Teil des Vormittags in Anspruch.
Anschließend müssen die Artikel archiviert werden, das heißt sie erhalten eine Nummer, werden geordnet, abgeheftet, und in unserer Datenbank katalogisiert. Dazu suche ich die Artikel nach wichtigen Begriffen ab, die den Inhalt beschreiben. Die „Schlagworte“, wie wir diese Begriffe nennen, gebe ich dann in den Datensatz zum Artikel ein. Das hat folgenden Zweck:
Wenn später ein Kunde z.B. zum Thema „Rechtschreibreform“ Informationen sucht, gebe ich die Schlagworte „Rechtschreibung“ und „Reform“ in die Datenbank ein und der Computer liefert mir eine Liste aller zutreffenden Artikel.
Anhand ihrer Nummer kann ich sie aus den Archivordnern heraussuchen und dem Kunden zum Lesen oder Kopieren geben.
Nachmittags arbeite ich mit den anderen FaMI-Azubis und den FaMI-Azubis mit Sehbehinderung in dem Projekt „Informationssystem Medienpädagogik“. Dabei geht es um die bereits angespochenen Aufgaben: Bestellung, Inventarisierung, Katalogisierung von Medien.
Der Inhalt der Medien wird durch Schlagwörter und eine inhaltliche Zusammenfassung (Abstract) von einer wissenschaftlichen Dokumentarin beschrieben, wir geben die Daten in die Datenbank ein. Wenn ihr euch das Ergebnis unserer Arbeit anschauen möchtet, dann ruft die Internetseite http://www.ism-info.de auf.
Nächste Woche werde ich in der Ausleihe arbeiten. Dort werde ich viel Kundenkontakt haben. Ich helfe bei der Beratung der Kunden, hole die Bücher und Artikel aus dem Regal und bringe sie den Kunden.
Um die Bücher schnell zu finden, muss ich mich gut in der Systematik der Bibliothek auskennen. Das ist die thematische Aufstellungsordnung der Bücher im Regal.
Wenn ein Benutzer eines der Bücher nach Hause ausleihen möchte, lese ich – ähnlich wie an der Supermarktkasse – mit einem kleinen Gerät den Strichcode zuerst auf seinem Ausweis und dann auf dem Buch ein, das heißt „auf dem Konto verbuchen“. Danach kann er das Buch mitnehmen.
Genau so funktioniert es bei der Rückgabe von Büchern. Wenn wir ein Buch selbst nicht haben, recherchiere ich im Online-Katalog der Universitätsbibliothek, bestelle es elektronisch und hole es später dort für den Benutzer ab. Diesen Service bieten wir allerdings nur für Mitarbeiter des DIPF an.
Interview & Recherche: Arne R. Tyarks (Red.)
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Erstelldatum des Artikels: 04.05.2005, letzte Aktualisierung am: 27.08.2010
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