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Physiotherapeut (Krankengymnast) / Physiotherapeutin (Krankengymnastin): Ausbildung und Berufsalltag (Krankengymnastikpraxis Jung Darmstadt)
Der Jobreport - Mit Jobinterview und JOEYJobtest und Video
Würde es dich interessieren, für kranke Menschen nach Sportverletzungen, Operationen, wegen Verschleiß oder Fehlhaltungen Behandlungspläne aufzustellen und sie dementsprechend zu therapieren? Als Physiotherapeut/ Physiotherapeutin, auch bekannt unter dem Begriff Krankengymnast/ Krankengymnastin hast du vielfältige Möglichkeiten mit Patienten zu arbeiten. Sie beraten z.B. auch Spitzensportler, wenn sie ihre Leistung steigern wollen.
Exemplarischer Tagesablauf von Marlies Jung, Physiotherapeutin/ Krankengymnastin
:
Es ist Montag. Kurz vor 8 Uhr. Wir stürmen die Treppe hoch, um noch vor unseren ersten Patienten da zu sein. Aber manchmal sitzt schon einer auf der Treppe und guckt uns erwartungsfroh an. Der erste Patient kann sich schon umziehen. Und der Physiotherapeut (Krankengymnast)/ die Physiotherapeutin (Krankengymnastin) auch.
Schnell noch den AB abhören, damit wir wissen, wer für diesen Tag abgesagt hat oder ob irgendwelche Terminveränderungen vorliegen.
Dann können wir mit der Behandlung anfangen! Meistens ist es Krankengymnastik oder Massage. Wir behandeln Patienten zwischen 6 und 90 Jahren! Keine Säuglinge und Kleinkinder, weil die oft Spezialbehandlungen brauchen.
Die Krankheitsbilder, die der Physiotherapeut (Krankengymnast)/ die Physiotherapeutin (Krankengymnastin) behandelt, sind dabei unterschiedlich: Rückenbeschwerden, neue Hüftgelenke, Arm-und Beinbrüche etc. Ausser KG und Massage machen wir noch Lymphdrainage bei Stauungen. Abends leiten wir Gruppengymnastikkurse für Patienten, die wieder gesund sind, aber gerne weiterturnen wollen, weil es ihnen gut tut oder vielleicht auch weil es ihnen so gut bei uns gefällt!!
Wir arbeiten fast immer zu zweit und das von morgens um acht bis abends um acht Uhr. Natürlich sind es nicht immer die gleichen Therapeuten, sondern im Wechsel, der eine mehr, der andere weniger.
Das ist das Schöne an der Arbeit in der Praxis, wir können uns unsere Arbeit einteilen. In meiner Praxis arbeiten ausser mir noch ein Physiotherapeut ca.35 Stunden und 3 Aushilfen. Die haben Kinder und Familie und können daher nur einige Stunden in der Woche arbeiten, aber auch abends und das ist besonders wichtig. Denn dann haben die Berufstätigen endlich auch Zeit, sich behandeln zu lassen. Es ist ein grosser Vorteil unseres Berufes, das man eigentlich immer arbeiten kann, auch wenn man kleine Kinder hat, notfalls turnen die mal mit!
Sollte zwischendurch ein Patient nicht kommen, gibt es für Physiotherapeuten (Krankengymnast)/ Physiotherapeutinnen (Krankengymnastin) genügend Schreibarbeiten zu erledigen:
Rezepte ausfüllen, Berichte an den behandelnden Arzt schreiben und Termine für Patienten vereinbaren. Und die müssen immer ganz ordentlich eingetragen werden, damit alle Patienten zur richtigen Zeit kommen und auch rechtzeitig behandelt werden können. Es passiert aber schon mal, dass einer zuviel da ist, der ist dann nicht glücklich und wir sind es auch nicht! Aber mit ein bisschen Charme und ein paar freundlichen Worten läßt sich auch das regeln.
Eine Abwechslung sind für uns die Hausbesuche. Patienten, die nicht zu uns kommen können, besuchen wir zuhause. Das ist oft etwas beschwerlich, weil es da keine Behandlungsbank gibt und wir im Bett oder auf einer zu weichen Couch turnen müssen. Es ist aber ganz nett, die Patienten zuhause zu besuchen und sie ein bisschen zu unterhalten. Denn oft sind wir ja die einzige Abwechslung für sie. Hausbesuche legen wir, wenn möglich immer ans Ende unserer Arbeitszeit, damit wir nicht zuviel unterwegs sind.
Das Schönste an unserem Beruf ist die Abwechslung, das Gespräch mit Patienten und natürlich auch mit den Kollegen. Es ist schön zu helfen, denn meistens steht am Ende der Behandlungszeit auch der Erfolg einer Therapie!
Text und Interview: Claudia Doebel (Red.)
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Erstelldatum des Artikels: 23.06.2005, letzte Aktualisierung am: 30.08.2010
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